Obwohl VMware Marktführer bei Virtualisierungslösungen ist, sprechen einige Argumente für Open-Source-Alternativen mit Support auf Enterprise-Niveau – etwa Oracles VirtualBox.
Dieser Artikel vergleicht, wie sich diese multinationalen Größen aus den Bereichen Virtualisierung und Networking mit ihren Virtualisierungstools, kostenlosen und kostenpflichtigen Funktionen sowie ihrer Preisgestaltung schlagen.
So wählen Sie das beste Virtualisierungstool aus
Virtualisierung ermöglicht es kleinen wie großen Unternehmen, Rechenleistung und Anwendungsdienste zu segmentieren und dabei mit Betriebssystemen wie Windows, macOS, Linux, Android OS und iOS-Geräten zu arbeiten. Für Entwickler ist die hybrideKompatibilität zunehmend wichtig, doch moderne Virtualisierungslösungen bieten inzwischen auch eine Vielzahl fortschrittlicher Funktionen.
Oracle VM VirtualBox und VMware vSphere bieten beide mit ihren Open-Source- und kostenlosen Versionen standardmäßige Virtualisierung. Ihre Enterprise-Funktionen und Lizenzoptionen sind es jedoch, die diese Lösungen hervorheben und vergleichbar machen.
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Aspekte bei der Auswahl eines Virtualisierungstools
Im Folgenden finden Sie einige der wichtigsten Elemente, auf die Sie bei der Bewertung von Virtualisierungstools achten sollten.
- Konfigurationsmanagementfür Entwickler und IT-Experten
- Return on Investment und Kosteneinsparungen im Vergleich zu Altsystemen oder alternativen Optionen für die Datenbereitstellung
- Hardwarenutzung und Cluster-verwaltung für die Skalierung virtueller Betriebsabläufe
- Hochverfügbarkeit und Backupszur Aufrechterhaltung der Geschäftskontinuität
- Funktionen wie Load-Balancing, Live-Migrationen und anreizbasierte Verträge
VirtualBox vs. VMware
| Oracle VM VirtualBox | VMware vSphere | |
|---|---|---|
| Softwarelizenz | Open Source und proprietär | Proprietär |
| CPUs pro Kern | 32 vCPUs | 32 vCPUs |
| Physischer Arbeitsspeicher (max.) | 8 TB | 16 TB |
| Zentrale Verwaltung | Ja | Ja |
| Clustering | Nein | Ja |
| Hochverfügbarkeit | Ja | Ja |
| Backup | Nein | Ja |
| Live-Migrationen von VMs | Ja | Ja |
| Load-Balancing von VMs | Ja | Ja |
| Kostenlose Testversion | Ja (unbegrenzt) | Ja (60 Tage) |
| Preisgestaltung | Keine bis hoch | Mittel bis hoch |
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Oracle VM VirtualBox
Das Oracle VM VirtualBoxist die Open-Source-Lösung des Networking-Giganten und ermöglicht die Ausführung mehrerer Betriebssysteme auf einem einzigen physischen Gerät.
Das Basispaket von VirtualBox bietet standardmäßige Virtualisierungsfunktionen für Desktops und ist mit den Betriebssystemen Windows, Linux, Solaris, und macOS kompatibel. Zu den weiteren Kernfunktionen gehören bis zu 32 virtuelle CPUs, die Live-Migration zwischen virtuellen Maschinen sowie Guest Additions zur Optimierung von Leistung und Benutzerfreundlichkeit. Dank der branchenüblichen Unterstützung für das Open Virtualization Format (OVF) können Benutzer bestehende virtualisierte Systeme nahtlos zu oder von VirtualBox-VMs migrieren.

Alle oben genannten Funktionen sind zusammen mit dem unter GNU GPLv2 verfügbaren VirtualBox-Quellcode und den Plattform-Binärdateien kostenlos enthalten. Im Rahmen der Personal Use and Evaluation Licence (PUEL) können Entwickler außerdem Funktionen des Extension Packs hinzufügen. Dazu gehören die Verschlüsselung von Disk-Images, Passthroughs für die Webcam und PCI des Hosts, die Unterstützung für das Remote Desktop Protocol (RDP) sowie virtuelle USB-2.0-(EHCI)- und 3.0-(xHCI)-Geräte.
Für bestehende Kunden bietet Oracle mit seinen Enterprise-Tarifen kommerzielle Lizenzen und Support an. Umfassendere Virtualisierungsprojekte profitieren von der Patch-Verwaltung, der zentralen Nachverfolgung von Extension-Pack-Aktivitäten, Support rund um die Uhr und mehreren RDP-Verbindungen pro VM.
Funktionen von VirtualBox
- Typ-2-Hypervisorermöglicht die parallele Ausführung vorhandener Anwendungenneben dem Host
- Import und Export von VMs mit dem Open Virtualization Format (OVF) und Oracle Cloud
- Guest Additions wie freigegebene Ordner, nahtlose Fenster und 3D-Virtualisierung
- Unterstützung für native virtuelle Disk-Images (VDI), VMDK (VMware) und VHD (Windows)
- Fernzugriff mit der leistungsstarken VirtualBox Remote Desktop Extension
- Unterstützt die Betriebssysteme Windows, Mac OS X, Linux und Solaris
- Erstellen, Speichern und Löschen von Snapshots zur Wiederherstellung früherer VM-Zustände

Preise von Oracle VirtualBox
Der Enterprise-Tarif von Oracle ist für Premium-Funktionen verfügbar und basiert auf zwei Kennzahlen: benannten Workstation-Benutzern und Sockets. Bei 50 US-Dollar pro benanntem Workstation-Benutzer und einer Mindestbestellmenge von 100 belaufen sich die Kosten für die Workstation-Option auf 5.000 US-Dollar. Weitere 11 US-Dollar pro Workstation beziehungsweise 1.100 US-Dollar für die Mindestgruppe decken die Software-Update-Lizenz und den Support im ersten Jahr ab.
| Benannter Workstation- Benutzer, unbefristet | Workstation-Benutzer (Mindestbestellmenge: 100) | Pro Socket | |
|---|---|---|---|
| VirtualBox Enterprise | $50 | $5,000 | $1,000 |
| Lizenzierung und Support | $11 | $1,110 | $220 |
| Gesamtkosten | $61 | $6,100 | $1,220 |
Alternativ können potenzielle Kunden die Enterprise-Lösung auch pro Socket für 1.000 US-Dollar erwerben; hinzu kommen 220 US-Dollar für Lizenzierung und Support. Die Gesamtkosten für einen einzelnen Socket belaufen sich auf 1.220 US-Dollar. Bei beiden Kaufoptionen erhalten Kunden bei größeren Bestellmengen Preisnachlässe.
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VMware vSphere
Vor vSphere, war VMwares Vorzeigelösung der Bare-Metal-Hypervisor ESX (heute ESXi) für Enterprise-Organisationen, die virtuelle Server bereitstellen. Acht Jahre später wurde ESXi zusammen mit vCenter zu den beiden Kernkomponenten der Virtualisierungsplattform des Anbieters.
Der vCenter Configuration Server ist der zentrale Manager für die virtuelle Infrastruktur eines Kunden und bietet zusätzliche Transparenz, automatisierte Steuerungen und Anwendungserkennung. Administratoren können VMs über den Webclient von vSphere mit Virtualisierungstools auf Enterprise-Niveau verwalten, die die Orchestrierung virtueller Maschinen optimieren. Zu den für Benutzer verfügbaren Enterprise-Virtualisierungstools gehören verteilte Switches, profilgesteuerter Speicher, integrierte Container und mehr.

vSphere 7.0 wurde 2020 mit einer Reihe von Funktionen veröffentlicht, um den wachsenden Anforderungen hybrider Infrastrukturen gerecht zu werden. Tanzu, die native Container-Managementplattform von VMware, ist für die Beschleunigung und Modernisierung von Anwendungen bereit und bietet eine Integration in Kubernetes. Mit dem Distributed Resource Scheduler (DRS) ermöglicht vSphere 7 Anwendungsleistung und Ausfallsicherheit, indem große Workloads über das Cluster-Level-Load-Balancing
Die Verfügbarkeit ist für Anbieter von Content Delivery und IT-Betrieb weiterhin von entscheidender Bedeutung, weshalb sowohl Hochverfügbarkeit als auch Fehlertoleranz notwendige Funktionen sind. Selbst bei einem Hardwareausfall können vSphere-Hosts automatisch migriert werden, um Dienste aufrechtzuerhalten. Zu den zusätzlich integrierten Sicherheitsfunktionen gehören Protokollierung, Auditing, Verschlüsselung sowie rollenbasierter Zugriff und rollenbasierte Kontrolle.
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VMware-Funktionen
- Webclient-GUI für Betreiber mit VMware Cloud für softwaredefinierte Rechenzentren
- Plattformübergreifende Kompatibilität mit einem umfassenden Partner- und Integrationsnetzwerk
- Integrierte Sicherheit durch vSphere Trust Authority und externe Identity Federation
- Überarbeitetes vMotion zur Live-Migration von Workloads mit großen Speicher- und CPU-Anforderungen
- Lifecycle Manager zur Planung, Aktualisierung und Prüfung von Stakeholder-Systemen
- Unterstützung für bis zu Netzwerkschnittstellenkarten (NIC) und Precision Time Protocol (PTP)

Preise von VMware vSphere
Die vSphere-Lösung ist kostenlos verfügbar oder kann durch ein Upgrade auf eine der kommerziellen Lizenzen des Anbieters erweitert werden. Mit dem Essentials-Tarif erhalten Kunden den ESXi-Hypervisor und vCenter für grundlegende Virtualisierungsfunktionen. Essentials Plus ergänzt vSphere Data Protection, Hochverfügbarkeit und vMotion für Live-Migrationen.
| Essentials | Standard | Essentials Plus | Enterprise Plus |
|---|---|---|---|
| 578 US-Dollar / Jahr | 1.268 US-Dollar / Jahr | 5.596 US-Dollar / Jahr | 4.305 US-Dollar / Jahr |
Für fast ein Fünftel des Preises von Essentials Plus umfasst das vSphere-Standardpaket vMotion, vSphere Replication und vShield Endpoint und ermöglicht damit eine leistungsfähige Image-Verwaltung, Netzwerksicherheit und Redundanz. Der Tarif Enterprise Plus ergänzt Funktionen wie vSphere Trust Authority, Verschlüsselung ruhender Daten und flexible IT-Dienste für moderne hybride Infrastrukturen.
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Unternehmenshintergründe
Oracle
Als früher Innovator im Bereich relationaler Datenbankverwaltung (RDBMS) verfügt Oracle über vier Jahrzehnte Erfahrung bei der Bereitstellung moderner Softwarelösungen für Enterprise-Kunden. Mit dem heutigen Hauptsitz in Austin, Texas, entwickelt der multinationale IT-Anbieter seine Angebote kontinuierlich weiter. Die Übernahme von Sun Microsystems durch Oracle im Jahr 2010 umfasste VirtualBox, das drei Jahre zuvor vom deutschen Softwareunternehmen Innotek veröffentlicht worden war.
VMware
Vor über 20 Jahren virtualisierte VMware die x86-Architektur für Enterprise-Organisationen. Der in Palo Alto ansässige Anbieter ist ein Branchenführer im Bereich Virtualisierung und bietet einen Stack für Desktop-, Server-, Cloud-, Anwendungs- und Container-Management. Laut IDC ist der Marktanteil von VMware in den vergangenen Jahren gesunken, dennoch bleibt das Unternehmen mit fast der Hälfte des Marktanteils am Ende des Jahres 2020 dominant.
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VirtualBox vs. VMware auswählen
Oracle VirtualBox und VMware vSphere gehören zu den führenden Optionen des Marktes für Enterprise-Virtualisierung – doch welche Lösung ist für Ihre Organisation am besten geeignet?
Leistung und Funktionen
Oracle bietet zwar eine leistungsfähige Open-Source-Lösung, doch die von VMware als Branchenführer angebotenen Virtualisierungstools sind schwer zu übertreffen. Da Funktionen wie Clustering und Backup-APIs zunehmend wichtiger werden, kann VirtualBox nicht mit dem Stack aus Tools und Funktionen mithalten, den vSphere zusammengestellt hat. VMware unterstützt außerdem mit 16 TB doppelt so viel RAM pro Host, sodass Entwicklern pro verwendeter VM mehr Spielraum zur Verfügung steht.
Im aktuellsten Garter Magic Quadrant für x86-Server-Virtualisierungsinfrastrukturen wurden VMware und Microsoft (Hyper-V) deutlich vor stärker spezialisierten Anbietern wie Oracle, Citrix, und Virtuozzo positioniert.
Preisgestaltung und Lizenzierung
Für Entwickler, die Kosten sparen möchten, hat VirtualBox gegenüber dem kostenlosen Tarif von VMware die Nase vorn. Die Open-Source-Virtualisierungssoftware von Oracle bietet Benutzern bei Änderungen und der Weitergabe mehr Flexibilität als die proprietäre Lizenzierung von VMware. VMware bietet Enterprise-Lösungen durchweg zu einem Premiumpreis an, sodass einige KMU nicht investieren können oder noch nicht dazu bereit sind.
Da sich Preismodelle und Funktionen zwischen den Lösungen unterscheiden, muss jede Organisation selbst entscheiden, ob Oracles Enterprise-Tarife pro benannter Workstation oder Socket besser geeignet sind als die umfassende Virtualisierungsabdeckung von VMware. Mit rund 6.000 US-Dollar ist die Mindestbestellung (100) von VirtualBox-Workstations einschließlich Lizenzierung und Support nicht wesentlich teurer als der vSphere-Essentials-Plus-Tarif.
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