Ransomware ist in der heutigen digitalen Welt zu einer bedauerlichen Realität geworden. Allein in der ersten Hälfte des Jahres 2021 waren Ransomware-Angriffe im Vergleich zur ersten Hälfte des Jahres 2020 bereits um 151 % gestiegen.
Diese Art von Cyberangriff, bei dem ein Angreifer die Dateien einer Einzelperson oder Organisation verschlüsselt und anschließend im Austausch für deren Entschlüsselung ein Lösegeld fordert, ist von Grund auf zerstörerisch und führt zu enormen finanziellen Verlusten. Der beste Umgang mit der Bedrohung durch Ransomware-Angriffe besteht darin, vorbereitet zu sein.
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So erkennen Sie Ransomware-Angriffe
Ein wichtiger Aspekt bei der Bekämpfung von Ransomware-Angriffen besteht darin, sie durch frühzeitige Erkennung zu stoppen, bevor sie in Ihrer Organisation verheerenden Schaden anrichten können. Hier sind einige Methoden zur Erkennung von Ransomware-Angriffen.
- Privileged Access Management (PAM) einsetzen: PAM ermöglicht es Organisationen, privilegierte Identitäten und Aktivitäten in einer IT-Umgebung des Unternehmens zu kontrollieren, zu überwachen, zu sichern und zu überprüfen.
- Daten isolieren: Die Isolation trägt zum Schutz sensibler Daten bei. Indem Sie Daten durch Backups isolieren, schützen Sie Ihre Dateien und können ungewöhnlichen Netzwerkverkehr leichter erkennen, der normalerweise nicht an die isolierten Daten gerichtet wäre.
- Zero Trust einsetzen: Durch die Implementierung von Zero-Trust-Richtlinien wird es für Hacker schwieriger, ihre Berechtigungen auszuweiten und so unbemerkt Ihr Netzwerk zu manipulieren.
- Adaptives Monitoring: Bei der Durchführung von Threat Hunting gehen Sie davon aus, dass Ihr Netzwerk bereits kompromittiert wurde, und versuchen, vorhandene Bedrohungen aufzuspüren und zu beseitigen.
- Cloud Access Security Broker (CASB) einsetzen: CASBs ermöglichen es Organisationen, Richtlinien festzulegen, Risiken zu verwalten und Aktivitäten in ihren Netzwerken zu überwachen. Dieses Tool sichert eine vollständige Suite von Cloud-Anwendungen.
- Sandbox-Tests: Bei der Arbeit mit neuen oder unbekannten Dateien ist es sinnvoll, sie zunächst in einer Sandbox-Umgebung zu testen, bevor sie Ihrem Netzwerk ausgesetzt werden. So lässt sich verhindern, dass Bedrohungen Ihr gesamtes Netzwerk schädigen.
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7 Möglichkeiten, Ransomware zu verhindern
Die Erkennung von Ransomware ist Ihre letzte Verteidigungslinie. Hier sind einige Maßnahmen zur Verhinderung von Ransomware, die bereits vor der Erkennungsphase umgesetzt werden können.
- Softwarepakete auf dem neuesten Stand halten: Aktualisierte Softwarepakete enthalten in der Regel Fehlerbehebungen für genau die Sicherheitslücken, die Ihr Unternehmen für Angriffe anfällig machen.
- Maßnahmen benutzerfreundlich umsetzen: Wenn Mitarbeiter zu viel Aufwand betreiben müssen, um Sicherheitsrichtlinien einzuhalten, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass sie diese Maßnahmen umgehen.
- Multi-Faktor-Authentifizierung (MFA) einsetzen: MFA trägt dazu bei, das Risiko eines unbefugten Zugriffs auf das Netzwerk eines Unternehmens zu verringern, und stellt sicher, dass der Netzwerkzugang nur durch die Angabe von mindestens zwei Informationen gewährt wird. In der Regel handelt es sich bei einer davon um ein Passwort und bei der anderen um einen einmaligen Autorisierungscode.
- Mitarbeiter über die Bedeutung der Einhaltung von Sicherheitsrichtlinien informieren: Wenn Sie dafür sorgen, dass die Mitarbeiter sich der Risiken bewusst sind, halten sie sich eher an Sicherheitsmaßnahmen und achten bei der Nutzung Ihres Netzwerks auf Anomalien.
- E-Mail-Spamfilter einsetzen: Viele Ransomware-Angriffe beginnen mit einer schädlichen E-Mail. Ein wirksamer Spamfilter kann das Risiko eines Ransomware-Angriffs jedoch erheblich verringern.
- Kritische Daten offline sichern: Backups in der Cloud sind praktisch. Ein isoliertes Offline-Backup ist jedoch eine hervorragende Möglichkeit, um sicherzustellen, dass potenzielle Ransomware-Angreifer Ihre Daten nicht kompromittieren können.
- Persönliche Geräte beschränken und sichern: Persönliche Geräte können leicht Bedrohungen in ein Netzwerk einschleusen. Sie werden möglicherweise nicht derselben sorgfältigen Prüfung unterzogen wie Bürogeräte, wodurch Angreifer einen einfachen Weg in Ihr Netzwerk erhalten können.
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Was während eines Ransomware-Angriffs zu tun ist
Sollte Ihre Organisation unglücklicherweise Opfer eines Ransomware-Angriffs werden, können Sie einige Schritte unternehmen, um die Ausbreitung und den Schaden der Ransomware zu begrenzen.
- Betroffene Geräte isolieren: Bestimmte Arten von Ransomware breiten sich unbemerkt auf andere Geräte in einem Netzwerk aus. Wenn einige Ihrer Geräte von Ransomware befallen wurden, müssen Sie sie daher unbedingt isolieren, damit keine weiteren Geräte infiziert werden.
- Ransomware identifizieren: Angreifer hinterlassen in der Lösegeldforderung und in Dateierweiterungen häufig Informationen, die erst nach der Verschlüsselung vorhanden sind. Dies kann Ihnen helfen, die Ransomware zu identifizieren und Gegenmaßnahmen einzuleiten.
- Ransomware entfernen: Wenn Sie keine Sicherheitstools auf Unternehmensniveau einsetzen, können kostenlose Tools aus dem Internet dabei helfen, Ransomware von Ihren Geräten zu entfernen.
- Geräte zurücksetzen und löschen: Wenn kein Tool zum Entfernen von Ransomware verfügbar ist, setzen Sie betroffene Geräte am besten zurück und löschen Sie sie.
- Aus dem Backup wiederherstellen: Zunächst müssen Sie Ihr Backup überprüfen, um sicherzustellen, dass es nicht ebenfalls mit Ransomware infiziert ist.
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Der beste Schutz ist, vorbereitet zu sein
Ransomware-Angriffe nehmen zu und können ein Unternehmen zerstören. Glücklicherweise gibt es Möglichkeiten, Ransomware von vornherein zu erkennen und zu verhindern, etwa durch Zero-Trust-Richtlinien, den Einsatz von Multi-Faktor-Authentifizierung und die Offline-Sicherung kritischer Daten.
Es ist zwar besser, gar nicht erst von Ransomware infiziert zu werden, doch selbst im Fall einer Infektion Ihrer Organisation können Maßnahmen ergriffen werden, um die Schadsoftware von den Geräten Ihrer Organisation zu entfernen. Im Falle eines Angriffs ist es außerdem entscheidend, aus dieser Krise zu lernen und bessere Sicherheitsrichtlinien einzuführen, um eine Wiederholung zu verhindern.