Da die Nachfrage nach nahtlosen Nutzererlebnissen weiterhin rasant steigt, versuchen Anbieter digitaler Ressourcen, die Bedürfnisse moderner Verbraucher mit Edge-Networking zu erfüllen.
Seit den 1990er-Jahren waren Content Delivery Networks (CDNs) das erste Beispiel dafür, dass traditionelle Rechenzentren um regionale und lokale Server erweitert wurden, um digitale Inhalte schneller bereitzustellen. In den folgenden 30 Jahren entstanden verschiedene Kommunikations- und verteilte Systeme, darunter Peer-to-Peer-, Cloud- und Fog-Computing zur Unterstützung digitaler Anfragen aus der Ferne.
Erst in den vergangenen fünf Jahren ist Edge-Networking zu einem unverzichtbaren Bestandteil der IT-Infrastruktur geworden. Da immer mehr IoT- und Verbrauchergeräte die Netzwerke überfluten, prognostiziert IDC, dass 50 % der Infrastruktur-Bereitstellungen bis 2023 am Netzwerkrand erfolgen werden und der globale Markt bis 2028 auf 800 Milliarden US-Dollar anwachsen wird.
Dieser Artikel befasst sich mit Edge-Networking, dem Unterschied zwischen Netzwerkkern und Netzwerkrand sowie den Vorteilen von Computing am Netzwerkrand.
Was ist Edge-Networking?
Wenn Edge-Computing die Einführung verteilter physischer Server bezeichnet, die die Datenverarbeitung näher an die Endnutzer bringen, dann ist Edge-Networking die Bereitstellung von Netzwerkkern- und Netzwerkrandsegmenten zur Optimierung der Bereitstellung digitaler Ressourcen. Edge-Networking umfasst die Administration und das Konfigurationsmanagement verteilter, entfernter Elemente, die von einem Netzwerkkern gehostet werden und eine Verbindung zu Endnutzern herstellen.
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Merkmale von Edge-Networking
- Flexible Anwendungsbereitstellung mit minimaler oder ganz ohne Ausfallzeit
- Erweiterte Analysen für Datenverarbeitung und Datenverkehr
- Leistungsfähige API-Unterstützung für die Integration lokaler und entfernter Dienste
- Unterstützung für eine Reihe heterogener IoT-Geräte
- Synchronisierung und Unterstützung digitaler Zwillinge zwischen Gerät, Edge und Cloud
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Netzwerkrand vs. Netzwerkkern
Mit Virtualisierung und Cloud-Workloads stellt Edge-Computing ein weiteres abgegrenztes Netzwerksegment innerhalb der wachsenden Optionen für die IT-Infrastruktur dar.
Netzwerkkern: Hauptsitz und Rechenzentren
Heute bilden Netzwerkkernbereiche das Zentrum verteilter Organisationen und umfassen die grundlegenden IT-Komponenten, die Administratoren, Mitarbeiter, Kunden und Verbraucher miteinander verbinden.
Im Backend bedeutet dies die Implementierung von Rechenzentrumskapazitäten mit Racks, Switches und Routern, die vom Netzwerkkern aus andere Segmente und LANs versorgen. Als Rückgrat der verteilten Organisation verwalten Kernnetzwerke Dienstaufrufe, Gateways, Authentifizierung, Aggregation, Lastverteilung und vieles mehr.
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Netzwerkrand: Kabelverteiler und WLAN-Zugangspunkte
Netzwerkränder sind Subnetzwerke, die näher an den Endnutzern liegen und direkt mit dem Netzwerkkern verbunden sind. Beispiele für Geräte am Netzwerkrand sind WLAN-Zugangspunkte, Niederlassungen mit Switches im Kabelverteiler sowie einzelne Computer.
Die Hardware am Netzwerkrand ermöglicht Caching, Diensterkennung, Speicherung und Gerätemanagement, um die Nutzererfahrung zu verbessern und gleichzeitig Latenzen sowie Engpässe zu reduzieren.
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Vorteile von Computing am Netzwerkrand
Geschwindigkeit
Der wichtigste Vorteil von Edge-Netzwerken sind höhere Geschwindigkeit und geringere Latenz. Moderne Nutzer verlangen von Organisationen, die Webdienste bereitstellen, schnelle Verbindungen, und Millisekunden machen einen Unterschied. Die Datenverarbeitung am Netzwerkrand reduziert die Latenz und die Datenverkehrslasten, die zum Netzwerkkern fließen.
Effizienz
Der Aufbau und die Nutzung von Edge-Netzwerken senken die Kosten durch eine schnellere Bereitstellung von Inhalten, eine bessere Kontrolle des Netzwerkverkehrs und einen geringeren Bandbreitenverbrauch. Planung, Implementierung und Wartung können zwar kostspielig sein, doch Edge-Netzwerke entlasten den Netzwerkkern von anderen teuren Aufgaben und verbessern die Serveroptimierung.
Sicherheit
Edge-Netzwerke bergen durch ihre unzähligen Zugangspunkte Risiken, bieten dem Netzwerkkern aber auch eine zusätzliche Sicherheitsebene. Da weniger Datenverkehr kürzere Strecken zurücklegt, können Angreifer bei einem einzelnen Sicherheitsverstoß nicht auf vertrauliche Informationen zugreifen. Bei einem weniger klar definierten Netzwerkperimeter sind Zero-Trust-Prinzipien wie eine strenge Zugriffskontrolle unverzichtbar.
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Zuverlässigkeit
Die Verbreitung von Edge-Netzwerken wird ein globales Spinnennetz aus Mikrorechenzentren schaffen, das abgelegene Regionen mit mehr Konnektivität und Bandbreite versorgt. Wenn Edge-Netzwerke Daten lokal verarbeiten und speichern können, bleibt die Verbindung auch bei geringfügigen Störungen des Netzwerkkerns oder der Cloud-Quelle erhalten.
Skalierbarkeit
Edge-Netzwerke werden typischerweise nicht von Grund auf neu aufgebaut. Viele Telekommunikations- und Unternehmensorganisationen verfügen bereits über die verteilte physische Präsenz, um Edge-spezifische Server bereitzustellen oder vorhandene Geräte entsprechend auszustatten. Sobald sie eingerichtet sind, stellen Edge-Server ein verteiltes Framework bereit, das Organisationen für weiteres Wachstum wiederverwenden, vermieten und weiterentwickeln können.
Eine Zukunft mit IoT-Geräten erfordert Edge-Networking
Mit der Weiterentwicklung der Konnektivität werden Verbraucher und Organisationen gleichermaßen immer neue Einsatzmöglichkeiten für IoT-Geräte finden. Von Smartphones bis hin zu kritischen Industriemaschinen prognostiziert Gartner, dass die Zahl der IoT-Geräte von 8 Milliarden im Jahr 2020 auf mehr als 15 Milliarden Geräte im Jahr 2029 steigen wird.
Edge-Networking ist entscheidend, um diesen Zustrom zu kontrollieren. Auf effiziente und skalierbare Weise bieten Edge-Computing-Netzwerke Endnutzern schnellere und zuverlässigere digitale Dienste. Für Organisationen ist es nicht nachhaltig, den Bedarf an der Bereitstellung von Inhalten mit der vorhandenen Infrastruktur zu bewältigen. Die bevorstehende Welle von IoT-Geräten wird die Bereitstellung neuer Unternehmensinfrastrukturen und eine administrative Verwaltung erfordern, die das Verhältnis zwischen Kern und Rand ausbalanciert.
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