AWS EC2 vs. Azure: Vergleich von Cloud-Diensten

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Drew Robb
Drew Robb
Mar 25, 2022
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Amazon und Microsoft sind zwei Giganten der Cloud. Entsprechend treten ihre Cloud-Computing-Angebote häufig direkt gegeneinander an. Doch die Entscheidung zwischen Amazon Web Services (AWS) EC2 und Microsoft Azure VM für Cloud-Computing-Dienste und Virtualisierung kann schwierig sein.

Was ist AWS EC2?

AWS EC2 logo

AWS umfasst in seinem gesamten Ökosystem eine große Zahl an Elementen, Komponenten und unterstützenden Systemen. Eine seiner Lösungen, AWS Elastic Compute Cloud (EC2), ist ein webbasierter Dienst, der skalierbare Rechenleistung bereitstellt.

Für Unternehmen kann dies eine gute Möglichkeit sein, den Mangel an qualifizierten Ingenieuren und erfahrenen IT-Fachleuten zu umgehen, die wissen, was für die Konfiguration komplexer AWS-Umgebungen erforderlich ist. Die skalierbare Rechenkapazität von Amazon EC2 nach dem Pay-as-you-go-Modell lässt sich anpassen und erleichtert Entwicklern das Computing im Webmaßstab.

Mehr dazu: Was ist AWS EC2? Amazon Elastic Compute Cloud

Was ist Azure VM?

Azure logo

Microsoft Azure bietet integrierte Cloud-Dienste und Infrastruktur zur Unterstützung von Anwendungsfällen in den Bereichen Computing, Datenbanken, Analysen, Mobilgeräte und Web.

Damit können IT-Teams Anwendungen schnell in einem globalen Netzwerk von Rechenzentren unter der Verwaltung von Microsoft erstellen, bereitstellen und verwalten. Außerdem lassen sich Anwendungen mit jeder Sprache, jedem Tool oder jedem Framework erstellen und in die bestehende IT-Umgebung integrieren.

Wie AWS bietet auch Azure eine große Auswahl an Tools und Diensten. Speicher- und rechenoptimierte VMs (virtuelle Maschinen) gehören zu den häufigsten Optionen. Für jede Kategorie stehen jedoch zahlreiche Varianten zur Verfügung.

Mehr dazu: Was ist Azure VM? Windows Virtual Machine

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AWS EC2 vs. Azure VM

Wichtige Funktionen

Amazon EC2 bietet mehr als 500 Instanzen (Server) zur Auswahl, basierend auf Prozessoren, Speicherplatz, Arbeitsspeicher, Netzwerk, Betriebssystem und Preismodellen. Der Dienst unterstützt Intel-, AMD- und Arm-Prozessoren und bietet eine Ethernet-Vernetzung mit 400 Gbit/s.

AWS EC2 kann sowohl Cloud-native- als auch Unternehmensanwendungen ausführen, die von einer sicheren, zuverlässigen und leistungsstarken Computing-Infrastruktur unterstützt werden. Außerdem bietet der Dienst Skalierbarkeit für High-Performance-Computing-Anwendungen (HPC), damit diese schneller und kosteneffizienter ausgeführt werden können.

AWS EC2 eignet sich zudem gut zum Erstellen und Testen von Apple-macOS-Workloads sowie zur dynamischen Skalierung ihrer Kapazität. Benutzer und Entwickler können maßgeschneiderte Umgebungen mit individuell konfigurierten EC2-Instanzen erstellen, die spezifische Anforderungen an Speicherplatz, Netzwerk, Rechenleistung, Betriebssystem und Arbeitsspeicher erfüllen, sowie die Kapazität automatisch skalieren.

Da EC2 mit umfangreicher Automatisierung und zahlreichen Funktionen ausgestattet ist, lassen sich Cloud-Ressourcen deutlich einfacher nutzen, ohne sich in technischen Details und Backend-Einzelheiten zu verlieren.

Im Vergleich dazu bietet Microsoft Azure Funktionen wie die Möglichkeit, das eigene Betriebssystem, die eigene Sprache, Datenbank oder das bevorzugte Tool zu verwenden. Außerdem verfügt das Unternehmen über ein umfangreiches globales Netzwerk von Rechenzentren und bietet ein SLA (Service-Level-Agreement) mit einer monatlichen Verfügbarkeit von bis zu 99,95 %.

Entwickler können die VM-Größen so anpassen, dass bei der Entwicklung von Tools für Webserver, Netzwerkgeräte, Batch-Prozesse und Anwendungsserver beispielsweise ein hohes Verhältnis von CPU zu Arbeitsspeicher entsteht.

Das Unternehmen bietet außerdem eine große Auswahl an Verarbeitungs- und Serviceoptionen in verschiedenen Preisklassen. Diese reichen von IaaS (Infrastructure as a Service) bis zu PaaS (Platform as a Service).

Azure-VMs können mithilfe von Skalierungsgruppen für virtuelle Maschinen automatisch skaliert werden. IaaS bietet die größte Kontrolle, Flexibilität und Portabilität, doch Entwickler und Benutzer müssen die erstellten VMs und Netzwerkkomponenten bereitstellen, konfigurieren und verwalten. FaaS (Function as a Service) verwaltet nahezu alle Aspekte der Ausführung einer Anwendung automatisch, während PaaS-Dienste dazwischen liegen.

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Amazon ist bei den Diensten seit einiger Zeit führend, doch Azure holt schnell auf. Derzeit bietet AWS EC2 aufgrund der insgesamt umfassenderen Automatisierung, des Lastenausgleichs, der vorkonfigurierten Vorlagen und der Monitoring-Tools jedoch noch mehr Funktionen.

Mehr dazu: ECS vs. EC2: Was sind die Unterschiede zwischen Amazon ECS und EC2?

PaaS

Azure und AWS bieten bei den PaaS-Funktionen für virtuelle Netzwerke, Speicher und Maschinen Ähnliches. Mit anderen Worten: Beide sind im Bereich PaaS stark.

Azure erhält bei dieser Funktion jedoch den Vorzug, da es über ein etwas leistungsfähigeres PaaS-Angebot verfügt, das Anwendungsentwicklern die Umgebung, Tools und Bausteine zur Verfügung stellt, um schnell neue Cloud-Dienste einzurichten.

Darüber hinaus unterstützen die DevOps-Funktionen die Verwaltung, Überwachung und Feinabstimmung von Anwendungen in der Entwicklung. Dadurch entsteht zum Testen, Entwickeln und Bereitstellen in der Cloud eine stärker integrierte Umgebung als bei EC2.

Benutzerfreundlichkeit

Beide Plattformen haben bei der Benutzerfreundlichkeit ihre Vor- und Nachteile, doch AWS EC2 könnte die Nase vorn haben. Der Dienst stellt zahlreiche Maschinen-Images zur Unterstützung bei der Einrichtung bereit. Benutzer können diese auf ihrer eigenen Festplatte erstellen, um die EC2-Instanz ohne Arbeitsverlust anzuhalten und so die Kosten niedrig zu halten.

Instanzen können außerdem bei Bedarf, als Spot-Instanzen oder reserviert bezogen werden, damit Benutzer die beste Kombination aus Kosten, Leistung und Verfügbarkeit ermitteln können. Die Benutzeroberfläche erfordert zwar eine gewisse Eingewöhnung, doch AWS bietet gute Anleitungen für Einsteiger. Allerdings enthalten diese auch zahlreiche verwirrende Akronyme.

Azure verfügt im Vergleich über eine gute Dokumentation, leidet jedoch ebenfalls unter dem übermäßigen Gebrauch von Akronymen. Verbesserungsbedarf besteht unter anderem bei der Benutzerfreundlichkeit der Kubernetes-Dienste und der Azure REST API. Im Vergleich zu AWS EC2 ist die Benutzeroberfläche jedoch etwas intuitiver.

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Sicherheit

Bei der Sicherheit gibt es zwischen AWS EC2 und Azure nur geringe Unterschiede, wobei Azure knapp vorne liegt. Microsoft hat seit seinen Problemen mit Windows große Fortschritte bei der Sicherheit gemacht.

Das zeigt sich an der Fülle der in Azure integrierten Sicherheitsfunktionen. Der Dienst nutzt den Security Development Lifecycle (SDL), um die Dienste in der Azure Cloud zu schützen.

Auch Amazon hat seine Sicherheitsfunktionen verstärkt, verfügt jedoch nicht über die Tiefe an Sicherheitskompetenz, die im Microsoft-Ökosystem vorhanden ist.

Mehr dazu: Cloud-Sicherheit für virtuelle Maschinen und Container

Support

Im breit gefächerten Support-Bereich gibt es zwischen AWS EC2 und Azure nur geringe Unterschiede. Beide bieten ein ähnliches SLA. Das AWS-Supportpersonal ist kompetent und reagiert schnell. Der Prozess zum Einreichen einer Anfrage ist zwar etwas umständlich, funktioniert aber insgesamt reibungslos.

Azure Support umfasst eine hervorragende Wissensdatenbank mit kostenlosen Artikeln sowie kostenpflichtigen Concierge-Support für eine schnelle Antwort. Aufgrund der Größe, des Umfangs und der verteilten Struktur von Microsoft kann es eine Weile dauern, den richtigen Supportmitarbeiter zu erreichen. Sobald dies gelingt, sind diese Mitarbeiter jedoch in der Regel äußerst hilfreich.

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Preisgestaltung

Azure ist je nach genutzten Diensten entweder genauso teuer wie EC2 oder bis zu etwa 10 % günstiger. Es ist schwierig, mit einem Unternehmen zu konkurrieren, das sowohl bei PC- und Serverbetriebssystemen als auch bei Büroproduktivität, Videokonferenzen und anderen Bereichen bereits marktführend ist.

Azure kann außerdem seine Nutzerbasis nutzen, indem es Preise im Rahmen von Enterprise Agreements anbietet. Wer bereits Windows oder andere Microsoft-Tools verwendet, kann dadurch von Rabatten profitieren.

Die Preise hängen jedoch immer von den benötigten Diensten ab.

Die Wahl zwischen AWS EC2 und Azure VM

Sowohl AWS als auch Azure bieten hoch bewertete und leistungsstarke Cloud-Computing-Angebote.

Nutzer von AWS EC2 beschreiben die Dienste als schnell, zuverlässig, skalierbar und einfach zu verwalten. Azure-Nutzer heben hervor, dass die Plattform problemlos und gut skaliert, benutzerfreundlich ist und nicht von .Net abhängt. Außerdem ermöglicht Azure die Verwendung von Open-Source- und anderen Tools bei der Entwicklung.

In den Bewertungen liegt Amazon insgesamt dennoch leicht vorne. Wer bereits allgemein auf AWS-Dienste setzt, für den ist EC2 eine naheliegende Wahl. Ebenso sollten Nutzer, die bereits in Azure investiert haben oder Microsoft-Produkte in ihrem Unternehmen einsetzen, mit Azure VM mehr als zufrieden sein und keinen Grund haben, sich anderweitig umzusehen.

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Drew Robb

Originally from Scotland, Drew Robb has been a full-time writer for more than 25 years. He lives in Florida and specializes in IT, engineering, and business. As well as eWeek and TechRepublic, he writes for a wide range of magazines including Gas Turbine World, SDxCentral, and HR Magazine. He is the author of Server Disk Management in a Windows Environment (Auerbach Publications).

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